Adipositas Therapieprogramme

Erstellt am 31 Jul 2018 19:46
Zuletzt geändert: 12 Oct 2021 14:53

Sozialrechtlicher Rahmen

G-BA und Ernährungstherapie

Gemeinsame Empfehlungen Patientenschulungen

Gemeinsame Empfehlungen zur Förderung und Durchführung von Patientenschulungen für behandlungsbedürftige adipöse Erwachsene auf der Grundlage von § 43 Abs. 1 Nr. 2 SGB V vom 27.01.2020:
Patientenschulungen kommen für behandlungsbedürftige chronisch kranke Menschen in Betracht, wenn Schulungsbedarf, Schulungsfähigkeit und eine positive Schulungsprognose (Erfolgsaussicht) bestehen.
Schulungsbedarf ist unter anderem dann gegeben, wenn

  • eine chronische Krankheit nach Abschnitt 3.2 diagnostiziert ist und
  • die medizinische Notwendigkeit durch den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin bescheinigt wird - eine medizinische Befürwortung lediglich durch einen Arzt/eine Ärztin des Schulungsteams oder Programmanbieters ist nicht ausreichend – und
  • Schulungsfähigkeit vorliegt; d. h. der Patient/die Patientin verfügt über die erforderlichen kognitiven Voraussetzungen und ist motiviert (z. B. Lernfähigkeit, Lernbereitschaft).

Voraussetzung ist außerdem, dass die Krankenkasse zuletzt Krankenbehandlung geleistet hat oder leistet, die Krankenbehandlung nicht ausreicht und eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation - auch anderer Sozialleistungsträger – nicht indiziert ist.

Fachgesellschaften:

Leistungsgrundlagen:

§ 43 SGB V: Die Krankenkasse kann … wirksame und effiziente Patientenschulungsmaßnahmen für chronisch Kranke erbringen … => keine Regelleistung; meist nur Bezuschussung (soziale Diskriminierung)
§ 20 SGB V (Primäre Prävention und Gesundheitsförderung): Die Krankenkasse sieht in der Satzung Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (primäre Prävention) sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (Gesundheitsförderung) vor. … => Satzungsabhängige Leistungen.
Versorgungsverträge nach § 140 a SGB V: Die Krankenkassen können Verträge mit den in Absatz 3 genannten Leistungserbringern über eine besondere Versorgung der Versicherten abschließen. 2Sie ermöglichen eine verschiedene Leistungssektoren übergreifende oder eine interdisziplinär fachübergreifende Versorgung (integrierte Versorgung) sowie unter Beteiligung vertragsärztlicher Leistungserbringer oder deren Gemeinschaften besondere ambulante ärztliche Versorgungsaufträge. … Die Verträge können … abweichendes von den im Dritten Kapitel benannten Leistungen beinhalten, soweit sie die in § 11 Absatz 6 genannten Leistungen, Leistungen nach den §§ 20i, 25, 26, 27b, 37a und 37b sowie ärztliche Leistungen einschließlich neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden betreffen.

Allgemeines zur Evidenz / Wirksamkeit konservativer Adipositas-Therapieprogramme

Vorliegende Daten zur Effektivität konservativer Behandlungsprogramme zur Gewichtsreduktion zeigen, dass bei der absoluten Mehrzahl der Patienten die Erfolge konservativer Adipositas-Therapieprogramme klein und zeitlich begrenzt sind oder ganz ausbleiben.
Eine Suche in der Datenbank der Cochrane Collaboration führt nicht zu überzeugender Evidenz für irgendeine konservative Behandlungsform der Adipositas.
Vom Bereich "Evidenzbasierte Medizin" des MDS war mit Stand vom März 2017 eine Evidenzbewertung zum Vergleich der Bariatrischen Chirurgie mit der konservativen Adipositastherapie erarbeitet worden. Wesentliche Ergebnisse dieses Gutachten waren zum Teil sehr große Effekte zuungunsten der konservativen Therapie - bei allerdings nur kurzfristige bis mittelfristige Nachbeobachtungszeiten in den Studien für die bariatrisch operierten Patienten.
Im MDK-Forum 2017/04 hieß es:

"Eine alleinige Lebensstiltherapie, wie sie in verschiedenen (evidenzbasierten) Programmen (unter anderem »Ich nehme ab«, »Weight Watchers«) angeboten wird, führt nach zwölf Monaten zu einer moderaten Gewichtsreduktion von 5 bis 10% des Ausgangsgewichts. Langzeitdaten zufolge gelingt es nur wenigen Personen, ein reduziertes Körpergewicht über mehrere Jahre zu halten. Daten zeigen, dass in der Allgemeinbevölkerung etwa 30% der Menschen mit Adipositas einen 10%igen Gewichtsverlust über ein Jahr stabilisieren konnten, nur 12% konnten das reduzierte Gewicht über einen Zeitraum von fünf Jahren halten."

Grundbausteine eines Adipositas-Therapieprogramms gemäß Leitlinien-Empfehlungen:

  • Ernährungstherapie – (nicht identisch mit Ernährungsberatung)
  • Bewegungstherapie – …
  • Verhaltenstherapie – keine Psychotherapie, Abrechnungsmöglichkeiten prinzipiell unklar/nicht vorhanden…

Programme

Abnehmen mit Vernunft (www.ift-abnehmen.de)

Keine MDK/MDS-Bewertung vorhanden.
Anbieter-Beschreibung:
Das Kursprogramm ist in erster Linie für Erwachsene mit leichtem bis mittlerem Übergewicht konzipiert (BMI 25-30), aber prinzipiell auch für Personen mit einem höheren Ausgangsgewicht geeignet.
Angebot in Sachsen-Anhalt:
Gesundheits- und Veterinäramt Magdeburg, Termine auf Anfrage

Abnehmen mit Genuss (www.abnehmen-mit-genuss.de)

Keine MDK/MDS-Bewertung vorhanden.
Rein internetbasiertes Programmangebot der AOK:
Anbieter-Beschreibung:
"Abnehmen mit Genuss" ist ein internetbasiertes Beratungsprogramm zur Gewichtsreduktion und dauerhaften Gewichtsstabilisierung. Die Programmdauer beträgt 52 Wochen. Im Rahmen des Programms werden individualisierte Informationen und Empfehlungen zur Verbesserung des Ess- und Bewegungsverhaltens erteilt. Eine persönliche Beratung erfolgt in schriftlicher Form durch ein interdisziplinäres Beraterteam. Der Teilnahme ist für AOK-Versicherte und andere Personen möglich.
Wirksamkeits-Bewertung:
Die AOK bietet ihren Versicherten unter dem Namen "Abnehmen mit Genuss" ein verhaltensbasiertes ortsunabhängiges Gewichtsmanagementprogramm an. Das Programm dauert sechs bis zwölf Monate. Über Ernährungstagebücher und Fragebögen zum Lebensstil wird mehrmals im Programmverlauf das Ess- und Bewegungsverhalten erfasst und ausgewertet. Basierend auf den persönlichen Angaben werden computergestützt fünf individuelle Beratungsbriefe mit persönlichen Trainingsempfehlungen generiert. Eine programmbegleitende Betreuung per Teilnehmerdienst (Telefon und E-Mail), individualisierte Informationen sowie Teilnehmerforen gehören ebenfalls zum Programm. Die Wirksamkeit des Programms ist durch eine Auswertung von 46 000 Teilnehmern mit einem durchschnittlichen BMI von 31,0 kg/m2 belegt. Die Gewichtsreduktion in zehn Monaten betrug im Mittel 2,2 kg (Frauen) bzw. 2,9 kg (Männer), resultierend aus einer Drop-out-Rate von 51 %.
Quelle:
Austel A. Evaluation eines tailorisierten computergestützten Gewichtsmanagementsprogramms mit 46.000 Teilnehmern. Obes Facts 2012;5(2):28-9.

ADI-POSI-FIT (www.adiposifit.de)

Keine MDK/MDS-Bewertung vorhanden.
Anbieter-Beschreibung:
Das Programm wurde von Dipl.-Psych. Dr. Andreas Šoljan in Kooperation mit Spezialisten entwickelt und läuft seit mehreren Jahren in Nordrhein-Westfalen erfolgreich und wird von unterschiedlichen Universitäten wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Es ist – Nach Aussagen auf den Webseiten der Programm-Anbieter – von den Medizinischen Diensten der Krankenkassen in Nordrhein und Westfalen-Lippe anerkannt und wird von den meisten Krankenkassen unterstützt.
Das Programm wird nur in Düsseldorf, Krefeld und Essen angeboten.

DOC WEIGHT® (www.bdem.de)

SEG1-Bewertung 2011:

Das Patientenschulungsprogramm DOC WEIGHT® Version 2.1 zeigt nach den nun vorliegenden Anpassungen hinsichtlich der Anforderungen an das Konzept sowie den Aussagen zur Umsetzung der beschriebenen Strukturqualität keine Mängel mehr.
Aus sozialmedizinischer Sicht kann das Patientenschulungsprogramm DOC WEIGHT® Version 2.1 derzeit trotzdem nicht empfohlen werden, da nach wie vor der Nachweis zur Wirksamkeit und Effizienz fehlt. Dieser wäre im Rahmen eines Modellprojektes zu generieren.

Inhalte und Ziele der Version 2.0 DOC WEIGHT® entsprechen den Vorgaben der Gemeinsamen Empfehlungen der SpiV.
Zusammenfassend ist aus sozialmedizinischer Sicht festzustellen, dass das vorgelegte Patientenschulungsprogramm für adipöse Erwachsene (DOC WEIGHT® Version 2.1) mit dem Ziel der Gewichtsreduzierung und -stabilisierung
▪ bezüglich Struktur und Umfang der Maßnahme, der Inhalte der Therapiemodule sowie der interdisziplinären Vorgehensweise und Verzahnung die Anforderungen der Gemeinsamen Empfehlungen der SpiV erfüllt,//
▪ der Wirksamkeitsnachweis aber weiterhin aussteht.//

Quelle:
SEG1. G2-Gutachten - Sozialmedizinische Stellungnahme im Auftrag des BKK-Landesverbandes NORDWEST. Nachbewertung des multimodalen Patientenschulungsprogramms DOC WEIGHT® (Version 2.1). 26.07.2011. (SEG1-Gutachten zu Doc Weight in InfoMeD; Passwort erforderlich!)

"Ich nehme ab"-Programm (www.dge.de/ernaehrungspraxis/diaeten-fasten/ich-nehme-ab)

Keine MDK/MDS-Bewertung vorhanden. Das Programm ist für schwer Adipöse nicht geeignet.
Anbieter-Beschreibung:
Das Programm "ICH nehme ab" ist ein von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) entwickeltes Selbstmanagementprogramm, das verhaltenstherapeutisch ausgerichtet ist.
Das Ziel des Programms ist eine mäßige Senkung des Körpergewichts und die Etablierung einer vollwertigen Ernährungsweise gemäß den Empfehlungen der DGE. Das Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt neben ernährungsphysiologischen und psychologischen Aspekten auch Bewegung und Entspannung. In 12 Schritten werden die Teilnehmer durch das Programm begleitet und u. a. bei der Analyse ihres Essverhaltens unterstützt.
Wirksamkeits-Bewertung:
Das Programm "Ich nehme ab" ist ein verhaltenstherapeutisch ausgerichtetes Selbstmanagementprogramm, um eine mäßige Senkung des Körpergewichts zu erreichen und eine ausgewogene Ernährungsweise analog den Empfehlungen der Fachgesellschaft DGE zu etablieren. Es wurde für mäßig übergewichtige Personen ohne Komorbiditäten konzipiert (BMI 25 – 30 kg/m²), kommt aber auch bei Adipositas Grad I zum Einsatz. In einer beratergestützten Anwendung führte das Programm nach einem Jahr zu einem mittleren Gewichtsverlust von 2,3 kg (Frauen) und 4,1 kg (Männer) bei gleichzeitiger Verbesserung der Nährstoffzusammensetzung. Wird das Programm zu Hause selbst ohne professionelle Unterstützung durchgeführt (Self-Help), beträgt der mittlere Gewichtsverlust 1,3 kg (Frauen).
Quelle:
Rademacher C, Oberritter H. ICH nehme ab – das evaluierte Konzept der DGE e.V. zur Gewichtsreduktion und langfristigen Umstellung auf eine vollwertige Ernährung. Adipositas 2008;2(2):67-73 (www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0037-1618625).

M.O.B.I.L.I.S. (www.mobilis-programm.de)

SEG1-Stellungnahme vom 06.07.2015:
Fazit:

Es liegt bisher kein vollständiges und belastbares Rahmenkonzept, datiert und durchnummeriert vor, welches verbindliche Vorgaben für den überregionalen Einsatz des Schulungsprogramms enthält. Insbesondere sind in dem Konzept keine Angaben zu Einschluss-, Ausschluss- und Abbruchkriterien, zu den Anforderungen der Qualifikation des Personals, der Durchführung und Dokumentation von Teamsitzungen zur Darstellung der Interdisziplinarität, zur Durchführung der Qualitätssicherung zu entnehmen.
Darüber hinaus liegt kein Wirksamkeitsnachweis vor.
Die Anforderungen der Gemeinsamen Empfehlungen der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Förderung und Durchführung von Patientenschulungen auf der Grundlage von § 43 Abs. 1 Nr. 2 SGB V vom 2.Dezember 2013 – aktuelle Fassung vom 21. April 2015 – werden hinsichtlich der für eine Konzeptprüfung erforderlichen Unterlagen nicht erfüllt.

Quelle:
SEG1. G2 - Sozialmedizinische Stellungnahme im Auftrag der IKK Classic. Konzeptbewertung des interdisziplinären Schulungsprogramms M.O.B.I.L.I.S. für adipöse Erwachsene. Konzeptbewertung M.O.B.I.L.I.S., 06.07.2015.

Daten zur Wirksamkeit von M.O.B.I.L.I.S. aus der Literatur:
Beim M.O.B.I.L.I.S.-Programm handelt es sich um ein einjähriges multidisziplinäres Programm mit einem professionellen Therapeutenteam, das für adipöse Personen mit einem BMI von 30 – 40 kg/m² entwickelt und evaluiert wurde. In diesem Programm steht die Steigerung der körperlichen Aktivität im Vordergrund, es werden aber auch Ernährungsumstellung und Verhaltensmodifikation vermittelt. Die 1-Jahres-Ergebnisse zeigen bei Teilnehmern mit einem durchschnittlichen BMI von 35,7 kg/m² einen mittleren Gewichtsverlust von 5,0 kg (Frauen) bzw. 5,9 kg (Männer) mit entsprechender Besserung von Komorbiditäten.
Quellen:

  • Berg A, Berg A, Frey I, Konig D, Predel HG. Bewegungsorientierte Schulung für adipöse Erwachsene. Ergebnisse zum Interventionsprogramm M.O.B.I.L.I.S. Dtsch Arztebl Int 2008;105(11):197-203.
  • Hauner H. Leitliniengerechte Therapie der Adipositas. Adipositas 2008;2(2):59-66.
  • Lagerstrom D, Berg A, Haas U, Göhner W, Fuchs R, Predel HG, Berg A. Das M.O.B.I.L.I.S.- Schulungsprogramm. Bewegungstherapie und Lebensstilintervention bei Adipositas und Diabetes. Diabet Aktuel 2013;11(1):5-11.

Angebot z.B.:

metabolic balance® (www.metabolic-balance.de)

Anbieter-Selbst-Beschreibung:
Die Metabolic Balance GmbH & Co. KG wurde von Dr. med Wolf Funfack, Arzt für innere Medizin und Ernährungsmedizin, in Zusammenarbeit mit Frau Silvia Bürkle, Dipl.-Ing. für Ernährungstechnik, für Ärzte, Heilpraktiker, Ernährungsberater und qualitativ hochwertige Fitnesseinrichtungen entwickelt. Die Metabolic Balance GmbH ist keine medizinische Einrichtung.
Einschätzung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:

"Unterstellt man, dass einmalig ermittelte Blutwerte tatsächlich aussagekräftig sind, so besteht trotzdem kein wissenschaftlich belegter Zusammenhang zwischen den ermittelten Blutwerten und einer Gewichtsreduktion." Die Ernährungsregeln werden als fragwürdig bewertet, die Lebensmittelzuweisungen als nicht nachvollziehbar. "Die Gewichtsabnahme kommt allein durch die Kalorienbeschränkung zustande", so das Urteil der Verbraucherschützer. Da man die wenig abwechslungsreiche Kost kaum durchhalten könne, sei der Jo-Jo-Effekt vorprogrammiert.

Weight Watchers (www.weightwatchers.com)

Holzapfel C. Hauner H. Adipositastherapie – operativ versus konservativ? MDK forum 04/2017; S.10 (Einzel-Artikel. Ganzes Heft).
Eine alleinige Lebensstiltherapie, wie sie in verschiedenen (evidenzbasierten) Programmen (unter anderem "Ich nehme ab", "Weight Watchers") angeboten wird, führt nach zwölf Monaten zu einer moderaten Gewichtsreduktion von 5 bis 10% des Ausgangsgewichts. Langzeitdaten zufolge gelingt es nur wenigen Personen, ein reduziertes Körpergewicht über mehrere Jahre zu halten.
(DAZ online 2005).
Ernährungsphysiologisch ist das Weight Watchers Programm anerkannt. Die Betonung von Obst und Gemüse liegt im Trend. Wer die Gruppe als Motivation braucht, ist hier richtig. Allerdings schrecken Viele vor den auf Dauer nicht unerheblichen Kosten zurück, vor allem, wenn man alle käuflichen Zusatzangebote in Anspruch nimmt. Das früher oft kritisierte "öffentliche Wiegen" ist inzwischen nicht mehr zwingend vorgeschrieben.
Wirksamkeits-Bewertung:

Das "Weight Watchers"-Programm ermöglicht bei übergewichtigen und mäßig adipösen Personen eine mittlere Gewichtsreduktion von 3 – 4,5 kg in zwölf Monaten (Dansinger et al. 2005, Heska et al. 2003). In einer neuen Studie mit deutscher Beteiligung und 772 Patienten mit einem durchschnittlichen BMI von 31,4 kg/m2 wurde das Weight Watchers-Programm über zwölf Monate mit einer definierten hausärztlichen Standardbehandlung verglichen. Der Gewichtsverlust war unter dem kommerziellen Programm etwa doppelt so hoch wie unter der hausärztlichen Standardbehandlung (5,1 vs. 2,3 kg). Parallel kam es zu einer Verbesserung kardiovaskulärer Risikofaktoren. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden trotz des Vorliegens von Komorbiditäten nicht beobachtet (Jebb et al. 2011).

Quellen:

  • Dansinger ML, Gleason JA, Griffith JL, Selker HP, Schaefer EJ. Comparison of the Atkins, Ornish, Weight Watchers, and Zone diets for weight loss and heart disease risk reduction: a randomized trial. JAMA 2005;293(1):43-53 (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15632335).
  • Heshka S, Anderson JW, Atkinson RL, Greenway FL, Hill JO, Phinney SD, Kolotkin RL, Miller-Kovach K, Pi-Sunyer FX. Weight loss with self-help compared with a structured commercial program: a randomized trial. JAMA 2003;289(14):1792-8 (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12684357).
  • Jebb SA, Ahern AL, Olson AD, Aston LM, Holzapfel C, Stoll J, Mann-Gassner U, Simpson AE, Fuller NR, Pearson S, Lau NS, Mander AP, Hauner H, Caterson ID. Primary care referral to a commercial provider for weight loss treatment versus standard care: a randomised controlled trial. Lancet 2011;378(9801):1485-92. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21906798).

Formula-Diät basierte Konzepte:

Gemäß der Gemeinsamen Empfehlungen galt bis 27. Januar 2020 ein grundsätzlicher Ausschluss von Schulungsangeboten, die Formulaprodukte einsetzen, dieser Ausschluss wurde mittlerweile aufgehoben!

OPTIFAST® (www.optifast.de)

MDS 2013:

Unter Berücksichtigung der Sachverhalte wie sie sich aufgrund der Stellungnahme des Anbieters zum Gutachten vom 24. September 2012 darstellen, kommen die Gutachterinnen zu folgender Bewertung:

Die Studie zeigt, dass während der Maßnahme eine Gewichtsabnahme von mehr als 10% des Ausgangsgewichtes erreicht wird und somit gemäß WHO-Definition am Ende des Interventionszeitraumes nach 52 Wochen mit durchschnittlich 17,9% (13,8 % nach ITT analysis) eine erfolgreiche Gewichtsabnahme zu verzeichnen ist. Der durchschnittliche BMI von 40,8 kg/m² der eingeschlossenen Teilnehmer/innen zu Beginn der Intervention, kann ausschließlich einen Erfolgsnachweis für diese eingeschlossene Personengruppe belegen und ist bei dem hieraus abgeleiteten Nachweis von Wirksamkeit zu berücksichtigen.
Eine positive Bewertung der Fastenphase mit Nahrungsersatz der hier aufgeführten Formula-Diät kann aber nur für Adipöse mit einem BMI ≥ 40 kg/m² abgeleitet werden. Nur bei Adipositas Grad III ist auch ein längerfristiger Mahlzeitenersatz durch Formula-Produkte tolerierbar.
Ein nachhaltiger Erfolg der Maßnahme wird nicht belegt.

Quelle:
SEG1. G2-Gutachten - Sozialmedizinische Stellungnahme im Auftrag der AOK Niedersachsen. 1. Nachbewertung des Adipositas-Schulungsprogramms "OPTIFAST®52". 02.12.2013.

Wirksamkeits-Bewertung:

Im "OPTIFAST-52"-Programm wird initial eine niedrig kalorische Formula-Diät (LCD, ca. 850 kcal/d) über einen Zeitraum von zwölf Wochen eingesetzt. Diese ist Teil eines intensiven multiprofessionellen Coaching-Programms zur Lebensstiländerung über zwölf Monate. Das Programm wurde für Personen mit BMI ≥ 30 kg/m² und Komorbiditäten entwickelt. In einer retrospektiven Analyse aller 8 296 Programmteilnehmer in Deutschland von 1999 – 2007 mit einem mittleren Ausgangs-BMI von 40,8 kg/m² erzielten Frauen einen mittleren Gewichtsverlust von 15,2 kg und Männer von 19,6 kg mit paralleler deutlicher Besserung kardiovaskulärer Risikofaktoren.

Quelle:

  • Bischoff SC, mms-Machado A, Betz C, Herpertz S, Legenbauer T, Low T, Wechsler JG, Bischoff G, Austel A, Ellrott T. Multicenter evaluation of an interdisciplinary 52-week weight loss program for obesity with regard to body weight, comorbidities and quality of life—a prospective study. Int J Obes (Lond) 2012;36(4):614-24 (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21673653).

BODYMED® (www.bodymed.com)

Keine MDS-Bewertung vorhanden.
Es handelt sich um ein Schulungsprogramm, in dessen Rahmen in geringem Umfang auch Formulaprodukte eingesetzt werden.
Es gibt einen Versorgungsvertrag Adipositas nach § 140 a SGB V zwischen der DAK-Gesundheit, ca. 40 BKKen und der Bodymed Managementgesellschaft. (www.bodymed.com/besondere-versorgung-fachkreise)
Wirksamkeits-Bewertung:
Das "Bodymed"-Programm wird überwiegend in Arztpraxen angeboten. Es basiert auf einer Mahlzeitenersatzstrategie, bei der initial zwei Hauptmahlzeiten pro Tag durch Formula-Produkte ersetzt werden, um einen Gewichtsverlust von 10 % zu erreichen. Danach wird zur Gewichtserhaltung nur noch eine Hauptmahlzeit durch ein solches Produkt ersetzt. Zusätzlich werden die Teilnehmer in den Praxen in unterschiedlichem Umfang ernährungs-, bewegungs- und verhaltenstherapeutisch beraten. In einer retrospektiven Analyse ließ sich bei Teilnehmern ausgewählter Praxen mit einem durchschnittlichen BMI von 33,4 kg/m2 innerhalb von zwölf Monaten eine mittlere Gewichtsabnahme von 9,8 kg erreichen.
Quelle:

  • Walle H, Becker C. LEAN-Studie II: 1-Jahresergebnisse eines ambulanten, ärztlich betreuten Ernährungskonzepts. Adipositas 2011;1:15-24.
  • Bodymed-Angebote in Sachsen-Anhalt bzw. grenznah:
  • Center in Magdeburg, Gerwisch, Fermersleben, Aschersleben, Stassfurt, Calbe, Zerbst, Oranienbaum, Raguhn, Wolfen, Bitterfeld, Landsberg, Halle, Eisleben, Harztor, Luckau, Lübben, Luckenwalde, Brück, Schwielowsee …

INSUMED (insumed.de)

Reine Selbstzahler-Leistungen. Keine MDS/MDK-Bewertungen; keine Literatur gefunden.

ZEPmax - Gewichtsreduktionsprogramms für Erwachsene: (www.zep-muenchen.de; bdem.de)

MDS 2019:

Das Programm besteht aus Startphase (2 Wochen), Formulaphase (12 Wochen), Aufbauphase (3 Wochen) und Gewichtsmanagement (35 Wochen).
Das Ergebnis der sozialmedizinischen Bewertung lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Die vorgelegten Unterlagen erfüllen in weiten Teilen und vielen Details die Anforderungen an ein Patientenschulungsprogramm für chronisch Kranke entsprechend der Gemeinsamen Empfehlungen zur Förderung und Durchführung von Patientenschulungen für behandlungsbedürftige adipöse Erwachsene auf der Grundlage von § 43 Abs. 1 Nr. 2 SGB V vom 8. Februar 2017.
[…]
Die Einschlusskriterien bei "ZEPmax" weichen von den Vorgaben gemäß der aktuellen Gemeinsamen Empfehlungen ab und sind somit nicht als erfüllt anzusehen ("ZEPmax": Einschluss ab BMI 25-29 kg/m² mit Adipositas-assoziierten Folgeerkrankungen; Gemeinsame Empfehlungen: Einschluss BMI ab 30 kg/m² mit Adipositas-assoziierten Folgeerkrankungen).
Zudem gilt [galt nur bis 27. Januar 2020!] gemäß der Gemeinsamen Empfehlungen ein grundsätzlicher Ausschluss von Schulungsangeboten, die Formulaprodukte einsetzen.
Der in den Gemeinsamen Empfehlungen beschriebene Wirksamkeitsnachweis liegt unter Berücksichtigung der vorgelegten Unterlagen nicht vor. Die alternative externe Begleitevaluation mit APV wird nicht durchgeführt.
Damit sind die Gemeinsamen Empfehlungen in der Gesamtbewertung nicht erfüllt.

Quelle:
SEG1. G2-GUTACHTEN - Sozialmedizinische Stellungnahme im Auftrag der Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene. Sozialmedizinische Neubewertung des überarbeiteten Gewichtsreduktionsprogramms für Erwachsene "ZEPmax", Version 2.0. 02.05.2019.

Publikationen aus dem ZEP:

Methods
152 patients underwent lifestyle intervention with follow-up of 52 weeks. Non-invasive measures of obesity, metabolic syndrome, and liver steatosis, liver damage, and liver fibrosis were analyzed.
Results
Treatment response in terms of weight loss was achieved in 85.1%. Dysglycemia and dyslipidemia improved. The proportion of patients with fatty liver dropped from 98.1% to 54.3% (p<0.001). Weight loss >10% was associated with better treatment response (p=0.0009). Prevalence of abnormal serum transaminases fell from 81.0% to 50.5% (p<0.001). The proportion of fibrotic patients, as determined by the NAFLD fibrosis score, dropped from 11.8% to 0% (p<0.05). Serum levels of adiponectin improved with intervention.
Conclusion
Lifestyle intervention effectively targeted obesity and the metabolic syndrome. Liver steatosis, damage and fibrosis were ameliorated in this real-life cohort of morbidly obese patients - mediated, in part, by changes in the adipokine profile. Patients with weight loss of >10% seemed to benefit most.

DESIGN:
Prospective multicenter observational study in obese individuals undergoing a medically supervised outpatient-based 52-week treatment in 37 centers in Germany.
SUBJECTS:
A total of 8296 participants with a body mass index (BMI) of >30 kg m(-2) included within 8.5 years.
MEASUREMENTS:
Main outcome measures were body weight loss, waist circumference (WC), blood pressure, quality of life and adverse events.
RESULTS:
In females, initial body weight was reduced after the 1-year-intervention by 19.6 kg (95% confidence intervals 19.2-19.9 kg) and in males by 26.0 kg (25.2-26.8) according to per protocol analysis of 4850 individuals. Intention-to-treat (ITT) analysis revealed a weight reduction of 15.2 kg (14.9-15.6) in females and 19.4 kg (18.7-20.1) in males. Overall, the intervention resulted in mean reduction in WC of 11 cm; it reduced the prevalence of the metabolic syndrome by 50% and the frequency of hypertension from 47 to 29% of all participants (ITT, all P<0.001). The beneficial effects could be documented for up to 3 years and comprised significant improvement of health-related quality of life. The incidence of adverse effects was low; the only event repeatedly observed and possibly related to either the intervention or the underlying disease was biliary disorders.
CONCLUSION:
The present non-surgical intervention program is a highly effective treatment of obesity grades I-III and obesity-related diseases, and therefore, could be a valuable basis for future weight maintenance strategies required for sustained success.


Literatur (alphabetisch nach Autor-Jahr):

  • Allender S & Rayner M. Assessing the burden of overweight and obesity: an example from the United Kingdom. Obesity Facts 2 (2009) 1-8.
  • Avenell et al. 2004
  • Austel A. Evaluation eines tailorisierten computergestützten Gewichtsmanagementsprogramms mit 46.000 Teilnehmern. Obes Facts 2012;5(2):28-9.
  • Bischoff SC, mms-Machado A, Betz C, Herpertz S, Legenbauer T, Low T, Wechsler JG, Bischoff G, Austel A, Ellrott T. Multicenter evaluation of an interdisciplinary 52-week weight loss program for obesity with regard to body weight, comorbidities and quality of life—a prospective study. Int J Obes (Lond) 2012;36(4):614-24 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21673653.
  • Berg A, Berg A, Frey I, Konig D, Predel HG. Bewegungsorientierte Schulung für adipöse Erwachsene. Ergebnisse zum Interventionsprogramm M.O.B.I.L.I.S. Dtsch Arztebl Int 2008;105(11):197-203.
  • Dansinger ML, Gleason JA, Griffith JL, Selker HP, Schaefer EJ. Comparison of the Atkins, Ornish, Weight Watchers, and Zone diets for weight loss and heart disease risk reduction: a randomized trial. JAMA 2005;293(1):43-53 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15632335.
  • de Zwaan M: Gewichtsstabilisierung nach konservativer und bariatrischer Therapie; in Wirth A, Hauner H (eds): Adipositas – Ätiologie, Folgekrankheiten, Diagnostik, Therapie, 4. Auflage, Berlin, Heidelberg, Springer Verlag 2013, pp 319-325.
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V., Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) e.V. und weitere Fachgesellschaften; Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften (AWMF). Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur "Prävention und Therapie der Adipositas". AWMF-Registernummer 050 – 001. Stand: 30.04.2014 (in Überarbeitung), gültig bis 30.04.2019. Eingesehen am 05.03.2020. Online verfügbar unter: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/050-001.html.
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV), Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V., Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) e.V. und weitere Fachgesellschaften; Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften (AWMF). Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 "Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen". AWMF-Registernummer 088 - 001. Stand: 01.02.2018, gültig bis 31.12.2022. Eingesehen am 05.03.2020. Online verfügbar unter: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/088-001.html.
  • Ellrott T (2013): Warum scheitern die meisten Diäten auf lange Sicht? MMW-Fortschritte der Medizin 5/2013 155. Jahrgang, 49-52.
  • Finkelstein EA, DiBonaventura M, Burgess SM, Hale BC. The costs of obesity in the workplace. J Occup Environ Med. 2010 Oct;52(10):971-6.
  • Garber AJ. Obesity and type 2 diabetes: which patients are at risk? Diabetes Obes Metab 2012;14(5):399-408 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22074144, DOI: 10.1111/j.1463-1326.2011.01536.x.
  • Hauner H. Leitliniengerechte Therapie der Adipositas. Adipositas 2008;2(2):59-66.
  • Heshka S, Anderson JW, Atkinson RL, Greenway FL, Hill JO, Phinney SD, Kolotkin RL, Miller-Kovach K, Pi-Sunyer FX. Weight loss with self-help compared with a structured commercial program: a randomized trial. JAMA 2003;289(14):1792-8 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12684357.
  • Holzapfel C. Hauner H. Adipositastherapie – operativ versus konservativ? MDK forum 2017/04; S.10. Eingesehen am 05.03.2020. Online verfügbar unter "www.mds-ev.de".
  • Jebb SA, Ahern AL, Olson AD, Aston LM, Holzapfel C, Stoll J, mann-Gassner U, Simpson AE, Fuller NR, Pearson S, Lau NS, Mander AP, Hauner H, Caterson ID. Primary care referral to a commercial provider for weight loss treatment versus standard care: a randomised controlled trial. Lancet 2011;378(9801):1485-92 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21906798.
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Weitere, internationale Literatur, HTAs und Literaturübersichten

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Beispiel aus den USA: "Biggest Looser"

Wissenschaftlich untersucht wurden die langfristigen Effekte des komplexen und multimodalen Programms, mit dem die Teilnehmer der Fernsehshow "The biggest loser" erhebliche Gewichtsabnahmen verzeichnen konnten. Das dort eingesetzte Programm war auf wissenschaftlicher Grundlage konzipiert und umfasste eine moderne diätetische Behandlung in Verbindung mit relevanten körperlichen Trainingsanteilen. Das Programm war sehr intensiv und bei den Teilnehmern, die es bis zum Ende durchliefen, auch kurzfristig sehr erfolgreich. Langfristig waren die Effekte jedoch sehr enttäuschend.

WebLinks

Siehe auch in diesem Wiki

Textbaustein Adipositas-Fragebogen
Textbaustein Adipositaschirurgie
Textbaustein Sozialmedizinische Voraussetzungen Adipositaschirurgie
Textbaustein Primäre Adipositaschirurgie
Textbaustein Adipositaschirurgie - Kontraindikationen


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