Mammakarzinom

Erstellt am 16 Nov 2015 17:34
Zuletzt geändert: 22 Mar 2021 16:58

Leitlinien

Mammakarzinom allgemein

Qualität der Versorgung

Supportive Therapie

Früherkennung und Diagnose

Familiäres Mammakarzinom

Grading bzw. Einteilung des Mammakarzinoms in Subtypen

Vorschlag einer neuen, molekular definierten Typisierung - basierend auf Arbeiten von Perou und Sorlie:
1. Perou CM, Sørlie T, Eisen MB et al. Molecular portraits of human breast tumours. Nature 2000; 406: 747–752.
2. Sørlie T, Perou CM, Tibshirani R et al. Gene expression patterns of breast carcinomas distinguish tumor subclasses with clinical implications. Proc Natl Acad Sci U S A 2001; 98: 10869–10874.

Prognosefaktoren und prädiktive Marker

Definitionen:
Prognostische Marker
Prognostische Marker erlauben unabhängig von der Therapie eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives sowie über das Gesamtüberleben. Prognostische Marker korrelieren mit dem natürlichen Krankheitsverlauf (z.B. TNM-Status).
Prädiktive Marker
Prädiktive Marker erlauben eine konkrete Angabe zum voraussichtlichen Ansprechen des Tumors auf eine spezifische therapeutische Intervention (z.B. Hormonrezeptoren - Hormontherapie)

In diesem Zusammenhang diskutiert: Nachweis von für die Entstehung und Aufrechterhaltung von malignem Wachstum relevanter Genmutationen (mit jeweils zugeordneten unterschiedlichen Signaltransduktionswegen1) bei Diagnosestellung eines Tumors für individuelle Therapiesteuerung.

Use of Biomarkers to Guide Decisions on Adjuvant Systemic Therapy for Women With Early-Stage Invasive Breast Cancer: American Society of Clinical Oncology Clinical Practice Guideline 2016
Medline-Zitat für die ASCO-Leitlinie 2016: PMID: 26858339
Weitere Medline-Zitate:

AGO-Online - Empfehlungen gynäkologische Onkologie Kommission Mamma

Studien

Derzeit (Juli 2018) läuft in Deutschland noch die GAIN2-Studie zur Therapieoptierung in der adjuvanten Therapie (Status Juli 2018: Follow-Up).

Noeding S, Forstbauer H, Wachsmann G, Ober A, Schneeweiss A, Christensen B, Abel Ev, Grischke EM, Höffkes H, Klare P, Ko Y, S Schmatloch S, Burchardi N, Loibl S, Minckwitz Gv, Möbus V. GAIN2: Adjuvante Phase III Studie zum Vergleich einer intensivierten dosisdichten adjuvanten Therapie mit EnPC im Vergleich zu einer dosisdichten, adaptierten Die Therapie mit dtEC-dtD bei Patienten mit einem frühen Hochrisiko-Brustkrebs Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2014; 11 - A89
DOI: 10.1055/s-0034-1375448

Nachsorge:

Zitat DKFZ-Krebsinformationsdienst:

"Frauen, deren Brustkrebserkrankung sich auf den Körper ausgebreitet und Metastasen gebildet hat, sind in der Regel unter einer dauerhaften Behandlung. Diese orientiert sich am aktuellen Gesundheitszustand und an der individuellen Therapie. Auch hier spielen Angebote der psychosozialen Unterstützung sowie alles, was zu einer bestmöglichen Lebensqualität beiträgt, eine große Rolle.

Wer führt die Nachsorge durch und koordiniert die weitere Behandlung? Oft wird die Nachsorge von einem niedergelassen Arzt übernommen. Dies kann ein Gynäkologe sein, der viel Erfahrung mit der Behandlung von Brustkrebs hat. Eventuell können Patientinnen die Nachsorge auch bei Internisten durchführen lassen, die auf die Krebsbehandlung spezialisiert sind (Hämatologen/Onkologen). Auch ein Allgemeinarzt kann die Nachsorge koordinieren und eng mit spezialisierten Fachärzten zusammenarbeiten. Betroffene können sich alternativ für die Betreuung in einer spezialisierten Klinikambulanz entscheiden. Dies ist oft notwendig, wenn die Behandlung im Rahmen einer Studie erfolgt. Hier können jedoch längere Fahrten notwendig werden, falls die Klinik nicht in der Nähe des Wohnortes liegt. Insbesondere in solchen Fällen sollten Patientinnen klären, wer bei allgemeinen medizinischen Fragen Ansprechpartner ist und wer im Notfall.

Bei Frauen mit metastasierter Erkrankung orientiert sich der Untersuchungs- und Behandlungsplan an ihrem aktuellen Gesundheitszustand. Von einer Nachsorge spricht man hier jedoch eher nicht, eher von Langzeitbehandlung und -betreuung."

Siehe auch in diesem Wiki:

Weblinks:


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* Zitat nach: Bach, Otto: ''Über die Subjektabhängigkeit des Bildes von der Wirklichkeit im psychiatrischen Diagnostizieren und Therapieren''. In: Psychiatrie heute, Aspekte und Perspektiven, Festschrift für Rainer Tölle, Urban & Schwarzenberg, München 1994, ISBN 3-541-17181-2, (Zitat: Seite 1)

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