Covid 19: Spätschäden, Long-Covid & Post-Covid

Erstellt am 02 Jun 2022 12:28
Zuletzt geändert: 21 Jun 2022 09:34

Literatur

The risk of developing myocarditis and other inflammatory heart conditions after COVID-19 vaccination is substantially lower than it is after SARS-CoV-2 infection, according to an analysis of electronic health records from 40 US health systems.
JAMA Volltext

Ziel dieser Kohortenstudie war, das Risiko bei stationären COVID-19-Patienten und bei stationären Patienten mit anderen infektiösen Atemwegserkrankungen zu vergleichen.
In dieser Kohorte mit Daten von 8,38 Millionen britischen Erwachsenen (4,18 Millionen Frauen, 4,20 Millionen Männer; mittleres Alter 49,18 Jahre) wurden 16.679 (0,02%) nach einer Krankenhausaufnahme wegen infektiöser Atemwegserkrankungen als geheilt entlassen. Das galt auch für 32.525 (0,03%) stationäre COVID-19-Patienten.
Im Vergleich zur übrigen Bevölkerung hatten Überlebende beider Gruppen ein höheres Risiko für nachfolgende neuropsychiatrische Diagnosen. So lag die HR für Angstzustände in der Gruppe ehemaliger Patienten mit sonstigen infektiösen Atemwegserkrankungen bei 1,86 (95%-KI 1,56-2,21) und bei ehemaligen COVID-19-Patienten bei 2,36 (95%-KI 2,03-2,74); als HR für eine Demenz nennen die Autoren 2,55 (95%-KI 2,17-3,00) bzw. 2,63 (95%-KI 2,21-3,14).
Ähnliche Ergebnisse wurden für Pharmakotherapien beobachtet. Beispielsweise lag die HR für die Erstverschreibung von Antidepressiva bei 2,55 (95%-KI 2,24-2,90) bzw. bei 3,24 (95%-KI 2,91-3,61). Beim direkten Vergleich der COVID-19-Gruppe mit der Gruppe anderer Atemwegsinfektionen wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt, abgesehen von einem geringeren Risiko der Verschreibung von Antipsychotika in der COVID-19-Gruppe (HR 0,80; 95%-KI 0,69-0,92).
Personen, die schweres COVID-19 überleben, haben ein erhöhtes Risiko für neuropsychiatrische Folgeerkrankungen.

Therapie-Ansatz HBO

Methods: A total of 10 consecutive patients received 10 sessions of HBOT to 2.4 atmospheres over 12 days. Each treatment session lasted 105 minutes, consisting of three 30-minute exposures to 100% oxygen, interspersed with 5-minute air breaks. Validated fatigue and cognitive scoring assessments were performed at day 1 and 10. Statistical analysis was with Wilcoxon signed-rank testing reported alongside effect sizes.
Results: HBOT yielded a statistically significant improvement in the Chalder fatigue scale (p=0.0059; d=1.75 (very large)), global cognition (p=0.0137; d=-1.07 (large)), executive function (p=0.0039; d=-1.06 (large)), attention (p=0.0020; d=-1.2 (very large)), information processing (p=0.0059; d=-1.25 (very large)) and verbal function (p=0.0098; d=-0.92 (large)).

Systematic review:
Results: Eight articles from three countries were included. All the included studies had good and fair quality scores, with no poor studies included in this systematic review (Good: n = 5, Fair: n = 3). Studies were divided into clinical trials and case reports/series. Most of the studies used HBOT less than 1.5-2 absolute atmospheres (ATA) for 90 min sessions and thereafter sessions were decreased to 60 min. Trials demonstrated most of the patients recovered after receiving HBOT, and blood oxygen saturation increased after several sessions of HBOT.

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* Zitat nach: Bach, Otto: ''Über die Subjektabhängigkeit des Bildes von der Wirklichkeit im psychiatrischen Diagnostizieren und Therapieren''. In: Psychiatrie heute, Aspekte und Perspektiven, Festschrift für Rainer Tölle, Urban & Schwarzenberg, München 1994, ISBN 3-541-17181-2, (Zitat: Seite 1)

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