Andere Gesundheitssysteme - Kostenübernahme-Entscheidungen im Ausland

Erstellt am 29 Aug 2015 15:52 - Zuletzt geändert: 02 Mar 2018 20:41

In anderen Ländern werden durch dortige Leistungsträger (staatliche Behörden; Versicherungen, "Health-Management-Organisation" etc.) oder staatliche Behörden ebenfalls Entscheidungen bezüglich einer Kostübernahme - oder -Nichtübernahme für Behandlungsmethoden getroffen.

Zum Teil beruhen die Entscheidungen für oder gegen die Aufnahme einer neuen Methode in ein Versorgungssystem nicht - oder nicht ausschließlich - auf Bewertungen der Evidenz aus Studien, wie sie die Verfahrensordnung des Gemeinsamen Bundesausschusses vorsieht; zum Teil wird die vorhandene Evidenz erkennbar anders eingeschätzt und bewertet als durch die entsprechenden Institutionen und Gremien in Deutschland; zum Teil existieren auch andere gesellschaftliche und ethische Sichtweisen, die zu anderen Kosten- bzw. Leistungsentscheidungen in einem Gesundheitssystem führen. Manche Organisationen erstellen pragmatische und an Kosten-Nutzen-Erwägungen innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems orientierte Empfehlungen bzw. Bewertungen; zum Teil existiert auch keine nachvollziehbare Trennung zwischen administrativen, ökonomischen und wissenschaftlichen bzw. medizinisch-inhaltlichen Bewertungskriterien, die den Entscheidungen zugrundegelegt werden.

Hier soll im Laufe der Zeit eine Zusammenstellung beispielhafter oder zum Nachdenken anregender Entscheidungen aus anderen Gesundheitssystemen entstehen, um im Sinne eines "über den Gartenzaun Schauens" vielleicht auch neue Perspektiven im Blick auf unser eigenes Gesundheitssystem - und bestimmte Leistungsausgrenzungen ebenso wie auch "anerkannte" und wenig oder gar nicht hinterfragte Behandlungsmethoden bzw. Leistungen - zu ermöglichen.

Beispiele aus den USA:

In den Vereinigten Staaten wird von den amerikanischen "Centers for Medicare and Medicaid Services" (CMS) die Kostenübernahme neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in den so genannten "National Coverage Documents" geregelt. Neben Technologiebewertungen (HTAs) spielen gesundheitsökonomische Bewertungen anhand von Auswertungen der Medicare und Medicaid Datenarchive eine wichtige Rolle - aber natürlich auch die Arbeit von "Pressure-Groups" (Lobby-Gruppen) - bei den Entscheidungen dieser US-amerikanischen Behörde.



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