Checkpoint-Inhibitoren, PD-1 und PD-L1-Antikörper

Erstellt am 16 May 2019 21:51
Zuletzt geändert: 06 May 2020 18:50

Unterschied zwischen programmierten Zelltodprotein-1 (PD-1) und programmierten Zelltodligand-1 (PD-L1) Checkpoint-Inhibitoren:

Hersteller von anti-PD-1-Inhibitoren sind Bristol-Myers Squibb (Nivolumab), Merck (Pembrolizumab, Avelumab), und Regeneron.

Vorteile der anti-PD-1-Inhibitoren bestehen u.a. in ihrer Fähigkeit, PD-1 auf zirkulierenden T-Zellen zu blockieren, wodurch die durch PD-1 ausgelöste negative Signalgebung umgekehrt wird.

Unternehmen, die Anti-PD-L1-Wirkstoffe entwickeln, sind EMD Serono, AstraZeneca (Durvalumab), Genentech, ROCHE (Atezolizumab)

PD-L1-Inhibitoren weisen, im Vergleich zu anti-PD-1-Inhibitoren, verschiedene Limitationen auf:
(a) Sie müssen in die Tumormikroumgebung eindringen, was bei einigen Tumortypen aufgrund von Stroma und veränderter Durchblutung schwierig sein kann.
(b) sie blockieren nur PD-L1 und nicht PD-L2; und
(c) PD-L1 kann durch einige Medikamente hochreguliert werden, ein Ergebnis, das es möglicherweise schwieriger macht, das Ziel zu blockieren.

Literatur

Aus dem Text:
Unbeantwortet blieb, ob die FDA so viele Zulassungen auch auf die Anwendung ohne Biomarker hätte ausdehnen sollen, weil es in den "negativen Biomarker-Kohorten" immer auch ein paar Patienten mit Therapie-Ansprechen gab, anstatt darauf zu bestehen, dass größere Anstrengungen für die Schaffung einheitlicher und verläßlicher Biomarker-Tests unternommen werden. Es könnte argumentiert werden, dass dieses Vorgehen der FDA bei der Zulassung dazu geführt hat, dass Patienten mit Anti-PD-1 / PD-L1-Mitteln behandelt wurden, obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Therapieansprechens wesentlich geringer war als die einer bedeutenden Toxizität.


Siehe auch in diesem Wiki:

Weblinks:


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Zitat nach: Bach, Otto: ''Über die Subjektabhängigkeit des Bildes von der Wirklichkeit im psychiatrischen Diagnostizieren und Therapieren''. In: Psychiatrie heute, Aspekte und Perspektiven, Festschrift für Rainer Tölle, Urban & Schwarzenberg, München 1994, ISBN 3-541-17181-2, (Zitat: Seite 1)
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