Dabrafenib (Tafinlar®)

Erstellt am 01 Jul 2018 23:22
Zuletzt geändert: 06 Mar 2019 12:04

Wirkprinzip

Proteinkinase-Inhibitor; hemmt die Funktion des Proteins BRAF.

Gelbe Liste Wirkstoffdatenbank: Dabrafenib:

Onkogene Mutationen im Protein BRAF aktivieren konstitutiv den RAS/RAF/MEK/ERK-Signalübertragungsweg. V600-Mutationen im BRAF-Serin-Threnin-Kodierungsgen erhöhen die Zellproliferation und verhindern den programmierten Zelltod (Apoptose).

Anwendungsgebiete:

Melanom

Dabrafenib ist angezeigt als Monotherapie oder in Kombination mit Trametinib zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation.

Ende Juli 2018 wurde vom CHMP eine positive Empfehlung für eine Kombinationstherapie Dabrafenib (Tafinlar®) mit Trametinib (Mekinist®) zur adjuvanten Behandlung von Melanom-Patienten ausgesprochen. Novartis rechnet mit einer Zulassung durch die EMA Ende August bis Anfang/Mitte September.

Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)

Dabrafenib in Kombination mit Trametinib ist angezeigt zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom mit einer BRAF-V600-Mutation.

Fachinformationen

Nutzenbewertung

kein Zusatznutzen im Vergleich zu Vemurafenib

Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu Vemurafenib

Für Patienten mit und ohne Vorbehandlung: kein Zusatznutzen im Vergleich zu Cisplatin- oder Carboplatin-Kombinationen

Siehe auch

News


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Zitat nach: Bach, Otto: ''Über die Subjektabhängigkeit des Bildes von der Wirklichkeit im psychiatrischen Diagnostizieren und Therapieren''. In: Psychiatrie heute, Aspekte und Perspektiven, Festschrift für Rainer Tölle, Urban & Schwarzenberg, München 1994, ISBN 3-541-17181-2, (Zitat: Seite 1)
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